Übersicht über mein Setup

Bullet Journal und der Lehrerkalender (Teil 1)

Nachdem ich mich jetzt fast anderthalb Jahre nur um meinen Hund sowie einige Parallelen zwischen Unterricht und Hundetraining und weniger um meinen Blog hier gekümmert habe, wird es Zeit, die Prioritäten wieder ein wenig zu ändern und mehr hier aktiv zu sein. Zu diesem Zweck habe ich einige Beiträge in der Schublade, die ich die nächsten Wochen und Monate hier online stellen werde. Allen voran eine kleine Reihe, in dem es sich um mein Bullet Journal und den Lehrerkalender dreht. Bzw. um die Einbindung verschiedener Elemente des BuJos in den Lehrerkalender und umgekehrt.

Es gibt einige Lehrer, die darüber berichten und ich erfinde hier sicher nicht das Rad neu, aber ich werde euch in diesem Beitrag die Dinge zeigen, die ich aufgeschnappt und umgesetzt habe. Außerdem gebe ich mein Fazit zu den verschiedenen Methoden ab.

Mein Setup

Im folgenden Artikel gehe ich einzig und allein auf das Material ein, das ich dafür besorgt habe. Vom Bullet Journal angefangen, über den Lehrerkalender und die Stifte, die ich für beides nutze.

Um eins vorweg zu nehmen: es ist nicht das erste Mal, dass ich ein Bullet Journal, kurz BuJo, führe. Schon 2016 habe ich angefangen, mich damit auseinander zu setzen und war auch lange Zeit sehr aktiv, bis es mir irgendwann über den Kopf gewachsen ist und für mich nicht mehr sinnvoll war (Damals war ich viel zu perfektionistisch, was das Arbeiten damit unglaublich erschwert).

Noch eine Sache, bevor wir loslegen: ihr werdet hier auf keinen Fall künstlerisch anspruchsvolle Designs finden. Es wird eher um die Praktikabilität eines BuJos im Alltag eines Lehrers (und natürlich auch eines “normalen” Menschen) gehen. Ganz einfach nach der KISS – Methode (keep it simple, stupid!)

Mein Bullet Journal
Mein (hier noch leeres) Bullet Journal ab 2020

Das Bullet Journal

Nach reiflicher Überlegung und einigen Stunden Internetrecherche bin ich bei dem hängengeblieben, das wohl die meisten nutzen. Übrigens auch das, was ich schon seit 2016 nutze: das Leuchtturm 1917 – Notebook. Nicht das extra BuJo – Notebook von Leuchtturm (da ist man tatsächlich schon etwas eingeschränkt, was die Freiheiten angeht), sondern das normale in Marineblau, Format A5 und gepunktet.

Warum gepunktet? Liniert fällt von vornherein für einen Mathematiker und Physiker flach, kariert hatte ich genutzt, aber gepunktet sieht einfach sauber aus, ist nicht so dunkel und erfüllt den gleichen Zweck.

Ich kann die Bücher von Leuchtturm nur empfehlen. Einzig allein das leidige Thema Ghosting (dazu unten mehr) ist hier nicht ganz unproblematisch, da die Seiten nur 80g/cm² haben.

Stifte

Meine Stiftesammlung
Einige davon sind schon 3 Jahre alt und halten immer noch ;D

Auch hier habe ich einige Stunden vorm Rechner gesessen und mich informiert. Es gibt einfach viel zu viele verschiedene Stifte und ich habe sehr viele ausprobiert. Mal waren sie zu dick, mal haben sie zu sehr durchgedrückt, mal schrieben sie nicht gut genug oder franzten schnell aus. Manche trockneten auch zu langsam auf dem Papier, aber zu schnell, wenn sie offen herumlagen.

Ich habe mich dann schließlich für Stifte entschieden, die man fast überall kaufen kann und die dazu noch von sehr vielen erfolgreich benutzt werden. Es handelt sich dabei um die Stifte von Faber Castell, um genauer zu sein, die der Pitt Artist – Reihe. Es gibt sie in verschiedenen Farben und verschiedenen Dicken. Ich habe mir für mein BuJo einige schwarze und bunte Stifte in S (0,1mm) und F (0,5mm) und einige Tuschezeichner zum Herummalen oder Markieren gekauft.

Diese liefern einen guten Kompromiss aus Schreibbild und Ghosting. Letzteres bezeichnet die unschöne Eigenschaft mancher Stifte, auf der Rückseite des Blattes “durchzubluten”. Wer schon mal verschiedene Stifte auf normalem 80er Papier ausprobiert hat, wird feststellen, dass einige den Begriff des “Druchblutens” ernst nehmen. Man sieht tatsächlich, dass sie auf der anderen Seite wieder durch kommen. Bei den Stiften von Faber Castell ist das nicht so dramatisch. Man sieht, dass was geschrieben wurde, man kann es evtl. auch noch erkennen, aber es gibt keine dicken, schwarzen Flatscher. Deswegen würde ich die nie wieder hergeben.

Dazu habe ich, ebenfalls von Faber, auch eine Reihe von Buntstiften, das 12er – Etuie von Color Grip. Die sind gut, wasservermalbar, recht günstig (da sie auch ewig halten) und sie kommen in einem sehr praktischen Metall-Etuie, in dem man sie gut aufbewahren kann. Da passt auch noch ein Bleistift mit rein, wenn man einen anderen raus nimmt.

Alternativ kann man natürlich auch einen Bleistift, Kugelschreiber oder Füller nutzen, aber die letzten beiden drücken evlt. zu stark durch. (Obwohl ich für den Lehrerkalender tatsächlich fast ausschließlich einen Kugelschreiber, überraschend auch von Faber Castel, nutze. Macht der Gewohnheit, vermute ich.)

Der Lehrerkalender

Mein Lehrerkalender
Mein Lehrerkalender für das Schuljahr 2019/2020

Hier wollte ich mal was anderes. Ich habe einige Jahre lang tapucate genutzt, aber da ich vom Android-Tablet auf das Surface Pro von Microsoft gesprungen bin (geniales Gerät! Die Akkulaufzeit und der Stift allein sind für mich Kaufgründe gewesen. Ich hatte eines der Vorgängermodelle und empfehle es jedem weiter, der mich danach fragt!) und ich das immer und überall dabei habe, bin ich davon weg und nutze wieder etwas Analoges. Ganz einfach, weil man damit sehr viel schneller Dinge eintragen, ändern und abhaken kann. Solange das digitale Klassenbuch bei uns an der Schule noch nicht ausgereift ist, führe ich sonst nämlich auch doppelt Buch, weil einiges eben einfach auf Papier stehen muss (Kurshefte beispielsweise). Mal von Datenschutzgründen ganz abzusehen.

Der Lehrerkalender, den ich derzeit nutze, hat absolut nichts mit Mathe und Physik zu tun und ich bin wahrscheinlich auch der Einzige meiner Schule, der ihn nutzt. Ich rede vom live – love – teach – Lehrerkalender vom Verlag an der Ruhr. Der sieht gut aus (ok. Geschmackssache), hat schon ein bisschen was von BuJo und ist dazu noch sinnvoll und logisch aufgebaut.

Ich gehe hier jetzt nicht auf Einzelheiten ein, nur so viel: Er hat Klassenlisten, Stundenpläne, diverse Kalender, obligatorische Tagespläne, Ferienübersichten und so weiter. Also eigentlich ein ganz klassischer Lehrerkalender. Aber das Design sprach mich einfach an. Außerdem ist er in A4, man kann also auch Blätter reinlegen, ohne sie knicken zu müssen. Und: es gibt ein paar Sticker-Bögen dazu, mit der man Termine etc. farbgewaltig markieren kann. Außerdem hat er vier verschiedenfarbige Lesezeichenbänder, damit man wichtige Sachen schnell wieder findet.

Das Einzige, was mir fehlte, war eine Stiftschlaufe, die ich mir noch dazu gekauft hab. Hier hab ich die von Leuchtturm genommen, da diese sauber verarbeitet ist und mit Sicherheit lange hält.

Der Knackpunkt

Jetzt kommt der Knackpunkt: ich habe meinen Lehrerkalender weiter aufgepimpt. Ja, ich habe mir tatsächlich erlaubt, den Lehrerkalender mit BuJo-Mojo (entschuldigt den Wortwitz) aufzuwerten und für mich ganz persönlich nutzbarer zu machen, als ein Bullet Journal oder ein Lehrerkalender einzeln sein könnten.

Wie ich das gemacht habe… Das findet ihr im nächsten Artikel dieser Reihe. Zwei kleine Teaser-Begriffe an dieser Stelle: Lehrer-Dashboard und Kalendex.

 

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